SPAM (2007)
Rauminstallation
Installation aus Klopapierrollen vom Verbrauch der letzten zwölf Jahre (442 Rollen), Acryllack, SPAM-Mails von Januar 2007 (423 Mails), Verpackungsmaterial (Pappe), Leim
Der Anlass: Ortsbesichtigung Thomas-Mann-Str. 41, Bonn (ehemaliges "Syndikat"). Zwei fast symmetrisch aufgebaute Ladenlokale. In dem einen verbaut eine eingezogene Wand das Fenster nach draußen. Das ist SPAM im übertragenen Sinne. Der Ausgangspunkt der Installation.
Der Arbeitsprozess: Die Repetition wird zur Meditation. Rolle für Rolle, Mail für Mail, Schritt für Schritt – fortgeführt in der Anordnung der Einzelteile. Jede Rolle wird einzeln lackiert, jede Spam-Mail handschriftlich transkribiert.
Das Ergebnis: Die Verwendung von Alltagsdingen, das Aufgreifen von Elementen aus Comics und Werbung sowie das Spiel mit Signalfarben führen zu einer popartigen Anmutung. Das Wort „SPAM“ wird ins Zentrum gestellt. Müll wird dadurch in plakativer Weise erhöht – als wäre er ein kostbares Gut.
Die Intention: Hinschauen, wo sonst weggeschaut wird – wenn auch manchmal doch nichts dahinter steckt. Verwenden, was sonst weggeschmissen wird. Das, was stört, aufgreifen und derart transformieren, dass es einen Reiz ausstrahlt – und zugleich dazu einlädt, das eigene Konsumverhalten kritisch zu reflektieren.
Realisation: MIKADO-Gruppenausstellung »in between« im ehemaligen Syndikat, Bonn

