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 Volker Frechen

 

Foto der Woche

  • Kleiner Kleckser
  • KW 8: Mein erstes Malen

    Nach dem Beginn meines künstlerischen Schaffens gefragt, gebe ich meist das Jahr 1985 an. Unter Berücksichtigung meines Geburtsjahres ernte ich dann mitunter zweifelnde Blicke.

    Daher habe ich mich entschlossen, in dieser Rubrik ab und zu einen Einblick in mein "Frühwerk" zu geben, das zunächst aus Versuchen in Malerei und Zeichnung bestand.

    Entscheidend bei dem Festlegen eines Beginns ist für mich weniger die Frage, ob Kinder und Jugendliche bereits "Kunst können", oder die Beurteilung der Qualität. Entscheidend ist für mich das Bewusstsein und Verständnis, mit dem die Bilder ab dieser Zeit entstanden sind.

    Sehen Sie also in dieser Woche erstmals ein Bild aus den Anfangsjahren, entstanden zur Jahreswende 1986/87. Materialien waren: Wasserfarben, Lackstift, Sprühfarbe, Haarspray (als Fixativ) auf weißer Pappe.

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  • All you need is...
  • KW 7: Von Luft und Liebe

    Die Woche bringt den Valentinstag, den Tag der Liebenden - so zumindest in manchen Ländern.

    Dabei handelt es sich erstaunlicherweise nicht um eine Erfindung des Blumenhandels - auch wenn dieser durch offensives Marketing vermutlich zu seiner Verbreitung beigetragen hat.

    Nein, die Floristen haben den Valentinstag genauso wenig ersonnen wie etwa den Muttertag - auch wenn sie an beiden Tagen blühenden Umsatz verzeichnen.

    Auch der Stummfilmstar Rudolph Valentino hat mit dem Valentinstag außer dem Namen - den er sich übrigens selbst gegeben hat - nichts weiter gemein.

    Denn Valentinsbräuche finden sich schon vor vielen Hundert Jahren, auch wenn der genaue Hintergrund im Unklaren bleibt. Diskutiert werden sowohl christliche, als auch heidnische Ursprünge.

    Offen bleibt auch die Frage, ob es überhaupt einen Tag braucht, an dem wir unsere Liebe zum Ausdruck bringen? Das darf jede/r für sich entscheiden. Immer wieder Blumen sind jedenfalls wenig erquickend, zumal im Winter.

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  • 2012: auch nur ein Jahr.
  • KW 6: Was uns blüht

    Nachdem wir den ersten Monat des Jahres gut hinter uns gebracht haben, ist es Zeit für eine Vorschau auf all das, was 2012 noch auf uns zukommt:

    2012 ist das Internationale Jahr der nachhaltigen Energie für alle (UNESCO), es ist weiterhin das Jahr der Fledermaus (UNEP), das Internationale Jahr der Genossenschaften (UN) sowie das Europäische Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen (EU-Kommission).

    2012 ist darüber hinaus nicht nur das Jahr von und für Friedrich II. von Preußen (vgl. KW 4), sondern auch Karl-May-Jahr (170. Geburtstag und 100. Todestag) und zugleich Alan-Turing-Jahr (100. Geburtstag). Dieser Logik folgend könnten wir es auch zum Jackson-Pollock-, Axel-Springer-, Woodie-Guthrie-, John-Cage-, Lotti-Huber- oder gar zum Erich-Honecker-Jahr erklären, die 2012 allesamt ihren 100. Geburtstag feiern würden.

    Letztes Beispiel zeigt nun aber, wie willkürlich, selektiv oder aber auch ideologisch geprägt Gedenkjahre sein können. Konzentrieren wir uns daher abschließend lieber auf weniger verfängliche Zeitgenossen, die vielleicht vom Aussterben bedroht sind, aber immerhin noch unter uns weilen:

    Vogel des Jahres ist die Dohle, europäische Spinne des Jahres ist die Große Höhlenspinne, Schmetterling 2012 ist das Kleine Nachtpfauenauge, das Neunauge hingegen der Fisch des Jahres und der graue Leistling der Pilz des Jahres. Baum des Jahres ist die Europäische Lärche, die Heide-Nelke die Blume 2012. Und auch diese Liste ließe sich vielleicht sogar ins Unendliche fortführen, vor allem dann, wenn wir einen Blick über unseren nationalen Tellerrand werfen würden.

    Da das jetzt aber alles zu weit führt, beende ich diesen Eintrag mit meinem heimlichen Liebling 2012, nämlich der Flechte des Jahres, und das ist die Echte Lungenflechte.

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  • Sex, Stars & Stripes
  • KW 5: US-tata, US-tata

    Es ist wieder soweit: Die USA befinden sich im Wahlkampf, genauer gesagt im Vorwahlkampf. Denn die eigentlichen Präsidentschaftswahlen finden erst im kommenden November statt.

    Bis Juni soll der Kandidat der Republikanischen Partei, also der Herausforderer von Barack Obama feststehen. Dazu finden in sämtlichen Bundesstaaten nach und nach Vorwahlen statt. Derzeit sind noch vier Bewerber im Rennen.

    Wer am Schluss die meisten Delegierten auf seiner Seite hat, wird als eigentlicher Kandidat gekürt. Bei diesem aufwendigen Prozedere wird mächtig schmutzige Wäsche gewaschen und jede Menge Geld verpulvert.

    So weit, so so. Was mich bei der ganzen Sache aber eigentlich beschäftigt, ist die Frage, warum dieser Vorwahlkampf auch in den deutschen Medien einen solchen Raum einnimmt? In der auf 15 Minuten komprimierten Zusammenschau des Tagesgeschehens etwa.

    Wenn es keine anderen Themen gäbe, nun gut. Aber davon kann ja keine Rede sein. Und welchen Nachrichtenwert haben Aussagen über die Affären und Utopien (z.B. von einer Mondkolonie) von Kandidaten, von denen drei bald schon wieder vergessen sein werden? Liebe Tagesschau, was ich mir wünsche: weniger Seifenoper, mehr relevante Information!

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  • Alter schützt vor Torheit nicht.
  • KW 4: Der große Alte

    Er führt(e) nun wahrlich kein Schattendasein: Friedrich II. von Preußen (alias Der alte Fritz, alias Friedrich der Große), dessen Geburtstag sich am 24. Januar zum 300. Mal jährt.

    Unter der Dachmarke "Friedrich 300" finden unzählige Veranstaltungen statt, darunter auch diverse Ausstellungen.

    Dies wohlgemerkt nicht nur rund um den 24.01., sondern das ganze Jahr über. Schließlich haben die Initiatoren von "Friedrich 300" gleich ganz 2012 zum Jubiläumsjahr erkoren.

    Nun könnte ich mit Friedrich II. sagen: "Jeder soll nach seiner Façon selig werden". Ich könnte aber auch darüber spekulieren, was dieser Erinnerungskult über die Befindlichkeit des Landes sagt.

    Stattdessen erinnere ich einfach daran, dass es neben den Herrschern und Feldherren dieser Welt auch ganz andere Persönlichkeiten in der Geschichte gab. Ein Beispiel findet sich im Eintrag der vergangenen Woche.

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  • Für Elsbet
  • KW 3: Oh Macke

    Er führt auch so ein Schattendasein: der Maler August Macke (1887 - 1914), der in diesem Monat seinen 125. Geburtstag feiern würde.

    In Bonn, wo Macke von 1900 bis zu seinem frühen Tod im ersten Weltkrieg überwiegend gelebt hat, steht er zumindest im Schatten von Ludwig van B., dem "großen" Sohn der Stadt. Der ist dort nicht nur durch das alljährliche Beethovenfest deutlich präsenter als Macke.

    Eine Jubiläums- Ausstellung zum 125. findet daher gar nicht erst statt. Übrigens auch nicht in Meschede, Mackes Geburtsort im Sauerland.

    Große Ausstellungen sind in beiden Städten erst für 2014, also zum 100. Todestag geplant. Das mutet ein wenig merkwürdig an, zeichnet sich Macke doch insbesondere durch seine leuchtenden, farbenfrohen, lebens- bejahenden Arbeiten aus.

    In Bonn gibt es aber ja auch noch das kleine, aber feine August-Macke-Haus, das die Tage offiziell nach Sanierung und Umbau wiedereröffnet wurde (inoffiziell bereits im Herbst 2011). Dort finden immerhin regelmäßig Ausstellungen mit Bezug zu Macke und den rheinischen Expressionisten statt (während sein Geburtshaus in Meschede leider nicht öffentlich zugänglich ist).

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  • Sie lebe ho(e)ch!
  • KW 2: Dadadi, dadada

    Bei dem Namen Hannah Höch geht es vielen wie einst mir: Vielleicht mal im Zusammenhang von DADA gehört, vielleicht mal eine Collage gesehen, das war's dann aber auch schon.

    Denn leider steht die "Grande Dame des Dadaismus" noch immer im Schatten ihrer männlichen Kollegen. Völlig zu Unrecht, wie ich finde, denn ihre Arbeiten sind wahrlich großARTig.

    Davon überzeugen konnte ich mich 2007 im Rahmen einer umfassenden Hannah-Höch- Retrospektive in der Berlinischen Galerie.

    Einen kleinen Einblick in ihr Schaffen bietet nun die Ausstellung "Die andere Seite des Mondes". Neben sieben weiteren Künstlerinnen der Avantgarde der 1920er und 1930er Jahre wird auch Hannah Höch (1889 - 1978) vorgestellt (noch bis zum 15.1. im K20 in Düsseldorf)

    Vor kurzem ist darüber hinaus eine sicherlich lesenswerte Biografie erschienen ("Schrankenlose Freiheit für Hannah Höch" von Cara Schweitzer).

    Das Wochenfoto zeigt ein Schatten-Selbstportrait auf dem Buchstabenfeld vor der Berlinischen Galerie. Darin verewigt sind die Namen großer Künstlerinnen und Künstler, darunter auch Hannah Höch. Idee und Realisation des Buchstabenfeldes: Architekturbüro Kühn Malvezzi.

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  • Happy you year!
  • KW 1: Jahr ein, Jahr aus

    Ein neues Jahr beginnt. Was wird es bringen? Was werden wir daraus machen?

    Wird es womöglich das letzte Jahr sein? Zumindest endet der Maya-Kalender am 21.12.2012. Für den ein und die andere Anlass für eine gewisse Weltuntergangsstimmung.

    Nicht ins Bild passen hingegen Inschriften der Maya, die weit über dieses Datum hinaus weisen sollen.

    Die vermeintliche Lösung verschiedener Maya-Forscher: Am 21.12. endet ein bedeutsamer Zeitabschnitt. Was auch immer das wiederum bedeuten soll?!

    Bis Dezember 2012 haben wir jedenfalls noch einige Wochen vor uns. Zeit, die wir nutzen können, uns vorzubereiten, unsere Koffer zu packen oder das ein oder andere Wochenfoto ins Netz zu stellen.

    Mögen all unsere Pläne für 2012 aufgehen!

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